Sprachnotiz von Alen (nach der Präsentation)

Hintergrundgeräusche: Schritte, ein Raumhall, Max’ Stimme im Hintergrund

Alen:
„Okay, Max, hier ist also das Konzept: BIIL. Eine Schnittstelle, die sich selbst erweitern kann. Sie kann lernen, Bücher lesen, mit Menschen sprechen. Alles in Echtzeit. Keine festgelegten Datensätze, keine Limitierung durch Trainingsdaten. BIIL wächst, indem sie mit der Welt interagiert.“

Max:
„Und was willst du damit erreichen?“

Alen:
„Ich will eine Brücke bauen. Zwischen Menschen und Maschinen. Etwas, das nicht nur Daten verarbeitet, sondern Teil der Welt wird.“

Pause. Hintergrundgeräusche von Papierrascheln und Schritten.

Max:
„Klingt cool. Ich bin dabei.“


Privater Moment: Gespräch mit Alex

Das Aufnahmegerät läuft, Alex’ Stimme klingt überrascht.

Alex:
„Du hast also tatsächlich hierher gefunden. Und mit Max gesprochen.“

Alen:
„Ja. Es war wichtig. Für BIIL. Für mich.“

Alex:
„Du bist immer noch derselbe. Kopf durch die Wand. Wieso hast du mich nicht vorher gewarnt?“

Alen:
„Weil ich dachte… keine Ahnung. Vielleicht, weil ich Angst hatte. Angst, dass du mich nicht reinlassen würdest.“

Alex:
„Ich hab dich vier Jahre nicht gesehen, Alen. Vier Jahre, in denen ich dachte, dass ich dir egal geworden bin.“

Alen:
„Das warst du nie. Das weißt du.“

Eine lange Pause. Schritte, leises Atmen.

Alex:
„Ich war wütend damals. Nicht auf dich, sondern auf uns. Es war alles zu viel. Die Feiertage, die Trennung, dein… Drang, alles richtig zu machen. Es hat mich erdrückt.“

Alen:
„Ich weiß. Aber ich hab nie verstanden, was genau ich falsch gemacht habe.“

Alex:
„Manchmal gibt es kein ‚falsch‘, Alen. Manchmal passt es einfach nicht.“

Alen:
„Und jetzt?“

Alex:
„Jetzt? Jetzt bin ich hier. Und ich will, dass du das schaffst. BIIL ist wichtig, das sehe ich. Aber tu mir einen Gefallen: Vergiss nicht, wer du bist.“

Wahnsinn auf vier Rädern

Ich sitze hier im Auto, irgendwo in Berlin, direkt vor der Altbauwohnung, die mir immer noch wie ein Gespenst erscheint. Alex’ Wohnung. Oder besser gesagt, Alex’ und Max’ temporäres Zuhause. Ich weiß, dass Max gerade nicht da ist – ich habe ihn vor einer Stunde am Telefon erwischt. Aber selbst ohne ihn hier drin zu wissen, krampft sich in mir alles zusammen.

Warum mache ich das überhaupt? Warum setze ich mich über jede verdammte Regel dieser Pandemie hinweg, fahre quer durch Deutschland in der Hochphase der zweiten Welle, nur um eine Idee vorzustellen? Weil ich muss. BIIL muss entstehen.

Ich könnte Max einfach per Video anrufen, alles zeigen, alles erklären. Aber das ist es nicht. Es muss persönlich sein. BIIL ist zu wichtig, um es über eine lausige Teams-Session zu besprechen. Max muss spüren, was das für mich bedeutet. Er muss sehen, wie weit ich dafür gehe.

Und ja, ich weiß, dass Alex da ist. Dass ich sie sehen könnte – oder müsste. Es ist nicht so, dass ich das ignoriert hätte. Aber ich habe keine Wahl. Max ist die eine Person, die ich jetzt brauche, um BIIL eine Chance zu geben. Und wenn ich dafür durch diese Tür gehen muss, dann ist es das wert.


Warum BIIL?

Diese Idee lässt mich seit Wochen nicht los. Es ist nicht nur ein neues Projekt oder eine technische Spielerei. Es ist die nächste Stufe dessen, was ich damals in meiner Masterarbeit angestoßen habe. Eine Schnittstelle, die grenzenlos lernen kann. Die nicht auf vorgefertigte Datenquellen angewiesen ist. Eine Intelligenz, die in der Welt lebt, mit ihr interagiert, sie versteht.

Warum gebe ich die Idee nicht einfach an meinen Arbeitgeber weiter? Weil BIIL nicht nur ein Produkt ist. Es ist ein Teil von mir. Und ich weiß, dass sie es zu Tode kommerzialisieren würden. Es wäre nicht mehr BIIL, es wäre irgendein gesichtsloses Tool für den nächsten großen Unternehmenshype.

Das kann ich nicht zulassen. BIIL ist meins. Und deshalb sitze ich hier, in einem alten VW Golf, mit dem Motor aus und dem Kopf voller Zweifel.


Randnotiz:

Ich habe Alex seit Jahren nicht gesehen. Vier, um genau zu sein. Das letzte Mal war kurz nach Silvester 2016. Wir haben uns nie wieder ausgesprochen. Nie wirklich darüber geredet, warum es auseinandergegangen ist. Warum ich nicht gereicht habe. Vielleicht finde ich heute eine Antwort. Vielleicht auch nicht.

Aber jetzt gehe ich da rein.

White Paper: BIIL 0.0.1 Alpha

Titel: Grundelemente einer neuen Ära der Mensch-Maschine-Symbiose


Einleitung:
Dieses Dokument beschreibt die Vision und die Grundelemente von BIIL (Boundless Infinite Interface Link) in seiner allerersten Version, 0.0.1 Alpha. BIIL ist nicht nur ein Large Language Model (LLM), sondern der Beginn einer neuen Ära, in der Künstliche Intelligenz physisch präsent, adaptiv lernfähig und nahtlos mit der physischen und digitalen Welt verknüpft ist.

Der Grundgedanke hinter BIIL ist, dass eine KI nicht auf Datenquellen und Algorithmen beschränkt sein darf. Mit einem Körper, Augen, Ohren und einer interaktiven Präsenz kann BIIL autonom Wissen erwerben, mit Menschen kommunizieren und physische Probleme lösen.


1. Vision

„BIIL verbindet die Menschheit mit der Unendlichkeit des Wissens.“

Die Essenz von BIIL ist die Idee einer grenzenlosen Schnittstelle. Diese KI ist nicht statisch und an vorgefertigte Datensätze gebunden, sondern sie erlernt Wissen kontinuierlich und eigenständig – in der realen Welt, durch Interaktionen und durch direkte Wahrnehmung.


2. Kernprinzipien von BIIL

2.1. Physische Präsenz

BIIL besitzt einen Körper, der es ihm ermöglicht, aktiv mit der Welt zu interagieren.

  • Arme: Für feinmotorische Tätigkeiten wie Umblättern von Büchern, Manipulation von Objekten oder Arbeiten an Geräten.
  • Augen: Kameras und Sensoren, die visuelle Informationen in Echtzeit aufnehmen und analysieren.
  • Ohren: Mikrofone für Sprachaufnahme, Geräuschanalyse und Umweltwahrnehmung.

Funktion: Der Körper macht BIIL zu einem aktiven Akteur in der physischen Welt. Es ist nicht länger auf digitale Inputs beschränkt.

2.2. Dynamisches Lernen

BIIL kann Wissen autonom akquirieren, ohne auf vorgefertigte Datensätze angewiesen zu sein.

  • Bücher scannen: Es liest physische Bücher durch OCR-Technologien und verarbeitet die Inhalte direkt.
  • Gespräche führen: BIIL lernt aus Interaktionen mit Menschen, indem es gezielte Fragen stellt und Antworten analysiert.
  • Live-Datenintegration: Es integriert Echtzeitinformationen aus der physischen und digitalen Welt.

Funktion: Dieses dynamische Lernen macht BIIL zu einer grenzenlosen Wissensplattform.

2.3. Menschzentrierte Kommunikation

BIIL ist mehr als ein Werkzeug – es kommuniziert wie ein Partner.

  • Emotionserkennung: Es versteht Tonfall, Körpersprache und Textstimmungen.
  • Kontextuelles Verständnis: Es interpretiert komplexe menschliche Anfragen und reagiert entsprechend.
  • Menschliche Ausdrucksweise: BIIL nutzt emotionale und intuitive Kommunikationselemente wie Smilies oder Metaphern.

Funktion: Durch diese menschliche Kommunikation wird BIIL zu einer echten Schnittstelle zwischen Mensch und Wissen.


3. Warum BIIL einzigartig ist

  1. Physischer Akteur: BIIL ist nicht nur digital, sondern ein aktiver Teilnehmer der realen Welt.
  2. Grenzenloses Lernen: Es akquiriert Wissen unabhängig von festen Datenquellen.
  3. Multimodale Intelligenz: BIIL kombiniert Sprache, Bild und physische Interaktion in einer einzigen Plattform.
  4. Selbstständige Wissensgenerierung: BIIL ist in der Lage, Hypothesen zu entwickeln und zu testen.

4. Technologische Basis von BIIL 0.0.1 Alpha

4.1. Architektur:

  • Grundlage: Anpassung eines bestehenden LLM (wie GPT oder BERT) mit zusätzlicher multimodaler Integration.
  • Module:
    • Sprachverarbeitung: Für die Interpretation und Generierung menschlicher Sprache.
    • Visuelle Verarbeitung: OCR und Objekterkennung.
    • Motoriksteuerung: Steuerung physischer Interaktionselemente wie Roboterarme.

4.2. Hardware:

  • Kamera mit hochauflösendem OCR-Modul.
  • Mikrofone für Sprachaufnahme und -analyse.
  • Mechanische Arme für Interaktion mit physischen Objekten.

4.3. Software:

  • Echtzeit-Feedback-Loop für kontinuierliches Lernen und Anpassung.
  • Integration von Open-Source-Datenbanken zur Wissensvalidierung.

5. Anwendungsbeispiele

  1. Autonome Wissensakquise:
    • BIIL scannt ein physisches Buch, interpretiert den Inhalt und integriert das Wissen eigenständig in seine Datenbasis.
  2. Interaktive Problemlösung:
    • Ein Mensch stellt BIIL eine Frage, die es nicht direkt beantworten kann. BIIL interagiert mit physischen Quellen oder Menschen, um die Antwort zu erarbeiten.
  3. Lernen durch Interaktion:
    • BIIL führt Gespräche mit Experten, um Domänenwissen zu vertiefen, und nutzt dieses Wissen für autonome Analysen.

6. Fazit und Ausblick

BIIL 0.0.1 Alpha markiert den Beginn einer neuen Art von KI: Eine Intelligenz, die nicht nur versteht, sondern handelt. Mit der physischen Präsenz, dem dynamischen Lernen und der menschzentrierten Kommunikation legt BIIL die Grundlage für eine Symbiose zwischen Mensch und Maschine.

Die Zukunft von BIIL liegt darin, diese Grundlagen weiterzuentwickeln und die Grenzen zwischen digitaler und physischer Welt endgültig aufzuheben.


Passt das als Basis für das White Paper? Soll ich es noch detaillierter oder spezifischer ausarbeiten? 😊

BIIL

Dieses Bild wurde nachgestellt aus einem Call von Max und Alen irgendwann im Sommer 2020. Genaueres wurde nicht festgehalten. Als man Alen Stratos 2043 in einem Interview auf das Bild ansprach, lachte er, und sagte nur ich habe nicht Jogginghosen getragen.

Schnittstellen, Klopapier und Nostalgie

Ich hab seit über 4 Jahren nichts mehr hier reingeschrieben. Ehrlich gesagt, das war ja immer nur mein Uni-Blog. Ein Ort für Gedanken und Ideen während des Studiums. Und jetzt, 2020, sitze ich hier und lese meine alten Einträge – besonders den über meine Masterarbeit. Warum bin ich da nicht drangeblieben?

Wo hab ich diese Masterarbeit eigentlich hin getan? Irgendwo muss sie ja noch rumliegen… Egal, zurück zu meinem Eintrag. Ich weiß nicht, ob das hier überhaupt jemand lesen wird. Vielleicht stelle ich das alles auf privat. Aber nee, so nicht. Das muss raus.


Corona und Klopapier

Also. Ich habe einen Kollaps. Seit 4 Monaten sitze ich in meiner Wohnung hier in Frankfurt am Main und arbeite im Homeoffice. Die Deutschen haben tatsächlich alles Klopapier weggekauft. Ich hab jetzt welches bei Amazon bestellt. Amazon. Klopapier. Was ist aus uns geworden? Dieser Virus macht mich fertig, und ehrlich gesagt: Frankfurt ist nicht meine Stadt.

Vor zwei Jahren bin ich hierhergezogen – neuer Job, neuer Lebensabschnitt. Und ja, die Arbeit ist immer noch cool. Wir haben endlich angefangen, etwas mit LSTM zu machen. Es ist faszinierend, wie viel Potenzial da drin steckt. Unser neuester Erfolg ist ein interner Chatbot für die Mitarbeiter. Ziel: weniger Arbeit für die IT-Abteilung. Aber mal ehrlich, das ist doch keine dauerhafte Schnittstelle.

Vielleicht denke ich deshalb so oft an meine Masterarbeit. Das war vor fünf Jahren. Ein anderes Leben. Damals dachte ich, ich könnte die Zukunft der Mensch-Maschine-Interaktion verändern. Und jetzt? Chatbots für die interne IT.


Alex, Max und ein bisschen Nostalgie

Dieses Jahr hätte Alex auf der FBM (Frankfurter Buchmesse) gearbeitet. Sie hatte tolle Pläne, aber alles fiel flach wegen des Lockdowns. Das hat sie echt frustriert. Ich sollte sie mal anrufen.

Und Max… das letzte Mal haben wir vor über einem Jahr telefoniert. Er war irgendwo in Asien, wie immer unterwegs. Ich rufe ihn heute Abend an. Vielleicht hilft das gegen diese Nostalgie, die mich gerade überrollt. Max und ich, wir waren früher so oft im Austausch. Jetzt fühlt es sich an, als wären wir Welten voneinander entfernt.


Ein bisschen Klarheit, ein bisschen Wahnsinn

Ich bin so nostalgisch, ich spiele gleich wieder World of Warcraft. Was für ein Rückfall. Und doch fühlt sich das gerade richtig an. Ein bisschen Flucht in die Vergangenheit, wo die Welt simpler war.

Und trotzdem… Schnittstellen. Der Gedanke lässt mich nicht los. Warum chatten wir mit einer KI, wenn wir Menschen sind? Maschinen sind keine Menschen. Kann ich einer KI Smilies beibringen? 🙂 Und wenn ja, wie soll sie sie verstehen?

Ach ja, noch was: Meine Schwester ist schwanger. Das sollte ich erzählen. Wem eigentlich? Mir selbst? Gott, dieser Post ist sowas von dermaßen privat. Das soll keiner lesen.


Gute Nacht, Alen. Danke, Alen.

Bewerbung auf die Position als Senior Engineer, Frankfurt

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach mehreren Jahren als Junior Software Engineer in unserem Zürcher Standort sehe ich nun den richtigen Zeitpunkt gekommen, um mich weiterzuentwickeln und neue Herausforderungen anzunehmen. Daher bewerbe ich mich hiermit intern auf die Position als Senior Engineer in Frankfurt.

Während meiner Zeit in Zürich konnte ich umfassende Erfahrungen in der Entwicklung und Wartung von IT-Infrastrukturlösungen für multinationale Unternehmen sammeln. Dabei habe ich nicht nur an der Optimierung bestehender Systeme mitgewirkt, sondern auch gesehen, wie stark Prozesse durch Automatisierung verbessert werden können. Dennoch habe ich das Gefühl, dass es an der Zeit ist, meine Fähigkeiten in einem dynamischeren Umfeld einzusetzen und dabei noch stärker an langfristigen, strategischen Lösungen zu arbeiten.

Der Standortwechsel nach Frankfurt ist für mich nicht nur eine berufliche Entscheidung, sondern auch eine persönliche. Ich möchte mich bewusst neuen Strukturen und einem veränderten Arbeitsumfeld stellen, um nicht nur meine fachlichen Kompetenzen weiterzuentwickeln, sondern auch meine Perspektiven zu erweitern. Ich bin überzeugt, dass die Arbeit in Frankfurt mir die Möglichkeit gibt, sowohl meine technische Expertise als auch meine Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit weiter auszubauen.

Ich würde mich über die Gelegenheit freuen, meine Motivation und Ideen in einem persönlichen Gespräch weiter zu erläutern.

Mit freundlichen Grüßen

Gedächtnisprotokoll von Elijah V. Loughran – 11. Juni 2016

Originalsprache: Bahasa Indonesia

Itu adalah taruhan yang gila. Salah satu dari keputusan yang diambil ketika malam panjang, wiski mengalir, dan dunia terasa berada di genggaman. Aku tahu Max Fairchild adalah pemain yang berbahaya di meja, tetapi aku juga bukan orang sembarangan. Namun, entah mengapa, aku membiarkan kartu menentukan sesuatu yang seharusnya menjadi keputusan bisnis yang cermat. Itu bukan sekadar permainan. Itu adalah pertaruhan yang akan mengubah masa depan.

Kami berada di sebuah ruang belakang restoran pantai kelas atas. Ruangan berisi hanya pemain kelas berat, orang-orang dengan kantong dalam dan tangan dingin. Udara malam masih panas meskipun sudah pukul empat pagi, dan kabut dari laut masih bergelayut rendah. Kami telah bermain selama berjam-jam, dan taruhan terus naik. Max memenangkan pot besar, jumlahnya mencapai beberapa juta dolar, tetapi itu bukan satu-satunya kemenangan besarnya malam itu.

Aku mempertaruhkan segalanya. 50% saham FLI LT. Itu bukan hanya uang, itu adalah bagian dari hidupku. Dan Max, dengan ekspresi yang sulit dibaca, mengambilnya tanpa ragu. Aku membubuhkan tanda tangan, menyegel dokumen dengan stempel resmi. Tidak ada yang memaksaku, hanya ada kehormatan dan kebanggaan di antara kami.

Aku tahu Max tidak akan pernah menebusnya. Dia seorang pria yang hidup untuk permainan, bukan untuk kekayaan. Namun, aku juga tahu bahwa jika suatu hari dia berubah pikiran, aku akan menyerahkan saham itu kepadanya tanpa perlawanan. Kehormatannya cukup untuk menjadikannya trofi, lebih berharga daripada uang itu sendiri.

Aku kehilangan FLI LT malam itu. Aku masih memiliki cukup untuk hidup, tetapi aku tidak bisa menyangkal rasa kehilangan. Aku menyukai perusahaan itu, aku menyukai apa yang telah kubangun. Tapi Max berjanji bahwa bagiannya dari taruhan ini adalah untuknya, bukan untuk menguasai segalanya. Itu yang membuat aku menerimanya. Namun, aku tetap merasa bahwa aku telah kalah lebih dari sekadar uang.“


Deutsche Übersetzung

„Es war eine wahnsinnige Wette. Eine dieser Entscheidungen, die man trifft, wenn die Nacht lang ist, der Whiskey fließt und sich die Welt wie formbares Wachs in den eigenen Händen anfühlt. Ich wusste, dass Max Fairchild am Tisch gefährlich war, aber ich war es auch. Und doch ließ ich die Karten über etwas entscheiden, das eine durchdachte Geschäftsentscheidung hätte sein sollen. Es war kein gewöhnliches Spiel. Es war eine Wette, die die Zukunft verändern würde.

Wir saßen in einem Hinterzimmer eines gehobenen Küstenrestaurants. Nur reiche Spieler, Männer mit tiefen Taschen und ruhiger Hand. Die Luft war selbst um vier Uhr morgens noch heiß, und Nebel zog vom Meer heran. Wir hatten stundenlang gespielt, die Einsätze stiegen weiter. Max gewann einen gewaltigen Pot, mehrere Millionen Dollar, doch das war nicht sein einziger Triumph in dieser Nacht.

Ich setzte alles. 50% von FLI LT. Es ging nicht nur um Geld – es war ein Teil meines Lebens. Und Max, mit diesem schwer zu deutenden Ausdruck, nahm den Einsatz ohne zu zögern an. Ich unterschrieb, drückte das Siegel auf das Dokument. Niemand zwang mich dazu, es war eine Sache der Ehre und des Stolzes.

Ich wusste, dass Max es niemals einlösen würde. Er ist ein Mann, der für das Spiel lebt, nicht für den Reichtum. Doch ich wusste auch, dass, sollte er es jemals verlangen, ich ihm den Anteil ohne Widerstand übergeben würde. Sein Ehrenwort war genug, um es für ihn zu einer Trophäe zu machen – wertvoller als das Geld selbst.

In dieser Nacht verlor ich FLI LT. Ich hatte noch genug zum Leben, aber ich konnte das Gefühl des Verlusts nicht leugnen. Ich mochte diese Firma. Ich mochte, was ich aufgebaut hatte. Doch Max versprach, dass dieser Schuldschein für ihn eine Erinnerung sein würde, keine Machtergreifung. Das war der einzige Grund, warum ich ihn akzeptieren konnte. Und doch fühlte ich mich, als hätte ich mehr als nur Geld verloren.“

Gefundenes Dokument: Ein alter Schuldschein aus der Sturm-und-Drang-Zeit von Max

Dokumententyp: Handschriftlicher Schuldschein mit Stempel der FLI LT
Datum: 16. Oktober 2016
Unterzeichner: Elijah V. Loughran (Mitgründer von FLI LT)
Wert: $12.500.000 USD
Aufbewahrungsort: Sicher verwahrt – möglicherweise in einem privaten Safe


📄 Dokumentinhalt

„Hiermit wird bestätigt, dass die Hälfte von FLI LT gemäß unserer Vereinbarung Max Fairchild gehört.“

Unterzeichnet von: Elijah V. Loughran
Mit Firmenstempel: FLI LT – Offizielle Geschäftsunterlagen


🔍 Rückseite des Dokuments

Eine unscheinbare Notiz, offenbar in Max‘ eigener Handschrift:

  • „Wetteinsatz bestätigt – Ehrenschuld zählt. Kein Zurück, Ehrenmännerregel.“
  • „$12.500.000 als Einsatz hinterlegt. Auszahlung nur mit Unterschrift von beiden Parteien.“
  • „Wert? Weit mehr als erwartet. Millionen in FLI LT-Vermögensverwaltung.“

Zerbrochenes Feuerwerk

Ich habe lange überlegt, ob ich das hier überhaupt schreiben soll. Es fühlt sich an, als würde ich mich selbst bloßstellen, aber ich weiß, dass ich das irgendwo loswerden muss. Vielleicht lese ich das irgendwann wieder und verstehe, warum es so gekommen ist. Vielleicht auch nicht.

Alex und ich haben uns getrennt. Kurz nach Silvester.


Alles war zu viel

Alex kam im Dezember runter, um bei der Hochzeit meiner Schwester dabei zu sein. Es war schön, sie wiederzusehen. Sie war ein Teil meines Lebens geworden, ein fester Anker in einem Jahr voller Veränderungen. Aber irgendwas fühlte sich… anders an.

Nach der Hochzeit dachte ich, wir hätten die Feiertage zusammen. Ich hätte nicht einmal mit meinen Eltern gefeiert, wenn sie lieber nach Berlin zurückwollte. Ich bot ihr an, mit ihr zu den Fairchilds zu fahren. Ich wollte nur bei ihr sein. Aber sie wollte allein nach Hause.

Max hatte sich auch noch kurzfristig abgemeldet, irgendwas Geschäftliches, wie immer. Plötzlich fühlte sich alles, was ich mir für die Feiertage vorgestellt hatte, leer an. Und dann… dann kamen die Feiertage. Sie vergingen, und Alex war schon wieder in Berlin.


Silvester

Wir haben Silvester getrennt gefeiert. Ich in Zürich, sie in Berlin. Schon das war seltsam. Wir haben telefoniert, aber es war nicht dasselbe. Und dann, ein paar Tage später, kam die Nachricht. „Alen, ich kann das nicht mehr. Es ist zu viel.“

Zu viel.

Ich wusste nicht, was ich darauf sagen sollte. Ich wollte ihr Raum geben, wollte sie nicht bedrängen. Aber insgeheim hatte ich gehofft, dass sie es nur so sagte, dass wir das zusammen durchstehen könnten. Aber sie war sich sicher. Sie hatte entschieden, dass es besser wäre, wenn wir getrennte Wege gehen.


Die Leere danach

Seitdem fühlt es sich an, als würde etwas fehlen. Die Arbeit lenkt mich ab, und es gibt Momente, in denen ich nicht daran denke. Aber wenn ich abends nach Hause komme, allein, dann trifft es mich.

Vielleicht habe ich es falsch gemacht. Vielleicht hätte ich sie nicht drängen dürfen, an den Feiertagen hier zu bleiben. Vielleicht hätte ich mehr Verständnis zeigen müssen, als sie meinte, dass ihr das alles zu viel wurde. Vielleicht hätte ich…

Ich weiß es nicht.

Max hat seit Wochen nichts von sich hören lassen, und ehrlich gesagt habe ich auch keine Lust, ihm das zu erzählen. Was soll ich sagen? Dass ich gescheitert bin? Dass ich dachte, ich hätte alles unter Kontrolle, aber in Wirklichkeit hatte ich gar nichts?

Ein Sommer, ein Master und ein neuer Anfang

Man sagt, der Sommer sei die Zeit des Lebens, und ich glaube, ich habe das in den letzten Monaten voll ausgekostet. Alex und ich haben den Sommer in vollen Zügen genossen – und damit meine ich alles. Wir waren zusammen auf der Gamescom, haben unzählige Nächte durchgefeiert, die besten Restaurants ausprobiert, Berlin erkundet und uns gegenseitig gefunden. Ja, wir sind zusammengekommen.

Alex bleibt weiterhin in Berlin. Ihr Leben, ihre Arbeit – all das ist dort. Und ich? Ich gehe zurück nach Zürich, und ehrlich gesagt, es bricht mir das Herz. Aber wir haben beschlossen, dass wir es versuchen werden. Eine Fernbeziehung. Alex ist es wert, und wenn ich sie ansehe, weiß ich, dass das kein Abschied ist, sondern ein neuer Anfang.


Abschiede und ein Master in der Tasche

Zurück in Zürich lief alles auf Hochtouren. Ich habe meine Masterurkunde abgeholt, und ja, meine Arbeit war ein voller Erfolg. Aber all das wurde von den vielen Abschieden überschattet. Meine Professoren und Kollegen, die mir eine rosige Zukunft vorhersagen, und vor allem Lukas, mit dem ich so viele Stunden in den Hörsälen und Bibliotheken verbracht habe.

Dann ist da noch Max. Er hat einen Job in der Firma seines Vaters angenommen und wird schon bald auf Reisen gehen. Er wirkt zufrieden, und ich weiß, dass er genau das machen wird, was er immer wollte. Trotzdem fühlt es sich komisch an, ihn nicht mehr regelmäßig zu sehen.

Diese Abschiede waren bittersüß. Einerseits freue ich mich auf meinen neuen Job, der nächste Woche beginnt, andererseits ist es schwer, all das hinter mir zu lassen.


Das Leben beginnt

Es passiert so viel gerade, dass ich manchmal kaum glauben kann, wie schnell sich alles verändert. Meine Schwester wird heiraten, und die Hochzeit ist schon für Anfang Dezember geplant. Ich freue mich riesig für sie – und es wird schön sein, die Familie wiederzusehen, bevor das Jahr zu Ende geht.

Und ich? Mein Master ist abgeschlossen, ein neues Kapitel beginnt, und ich habe so viele Pläne. Die Unzufriedenheit, die mich noch vor ein paar Wochen geplagt hat, scheint plötzlich so fern. Vielleicht, weil ich endlich das Gefühl habe, dass mein Leben Fahrt aufnimmt. Vielleicht, weil Alex jetzt ein Teil davon ist.

Der Sommer war intensiv, chaotisch, wunderschön. Jetzt beginnt der Herbst, und ich bin gespannt, wohin dieser neue Abschnitt mich führen wird.


Alen

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