Tagebuch von Clara Jung: August 2026 – Mein 33. Geburtstag

Heute war ein merkwürdiger Tag. Nicht schlecht, nicht großartig, aber… irgendwie besonders. Vielleicht, weil ich Geburtstag hatte, oder vielleicht, weil es einer dieser Tage war, an denen die Routine auf einmal einen unerwarteten Twist bekommt.

06:30 Uhr – Der perfekte Morgen (fast)
Wie immer begann mein Tag mit einer Tasse Kaffee und einem Sudoku. Ich liebe diesen kleinen Moment am Morgen, bevor die Welt laut wird. Es war ein kniffliges Puzzle heute, aber ich habe es gelöst – was schon mal ein guter Start war.

08:00 Uhr – Nerd-Humor an der Bürotür
Als ich ins Büro kam, erwartete mich eine kleine Überraschung. Meine Tür war mit Post-its dekoriert, auf denen mathematische Formeln standen, die alle mit der Zahl 33 zu tun hatten. Die Handschrift war eindeutig die von Markus.
Ein Beispiel: „33 ist die Summe von drei aufeinanderfolgenden Fibonacci-Zahlen: 8 + 13 + 21.“
Ich musste lachen. Ich mag solche kleinen Gesten, auch wenn ich Markus nie sagen würde, wie sehr ich sie schätze.

09:30 Uhr – Das Bienennest und die Hexagone
Im Team-Meeting habe ich meinen neuen Sortieralgorithmus vorgestellt, der von der hexagonalen Struktur von Bienennestern inspiriert ist. Die Idee kam mir letzte Woche, als ich einen Artikel über natürliche Muster las. Es scheint, als könnte das Konzept tatsächlich etwas bewirken.
Anja hat sogar vorgeschlagen, dass ich dazu einen internen Workshop halten soll. Mal sehen. Vor Leuten zu sprechen ist nicht gerade meine Stärke.

12:00 Uhr – Mittagessen mit dem Team
Ich war ehrlich gesagt nicht begeistert, als sie darauf bestanden, dass wir zusammen essen gehen. Es war ein netter Italiener, und das Essen war gut. Markus und Nina hatten offenbar beschlossen, mich in den Mittelpunkt zu stellen, was… ungewohnt war. Nina hat sogar ein kleines Geschenk mitgebracht – ein Set hübscher Stifte, weil sie meinte, dass meine Notizen immer wie Kunstwerke aussehen.

14:30 Uhr – Ein besonderes Paket
Zurück im Büro fand ich ein Paket auf meinem Schreibtisch. Es war eine limitierte Ausgabe von „Die Reise zum Mond“ von Jules Verne, mit einer Karte von Alen:
„Jeder Algorithmus braucht eine gute Idee am Anfang – genauso wie jede Reise. Alles Gute, Clara.“
Das hat mich wirklich berührt. Alen ist nicht der Typ für solche Gesten, und genau deshalb bedeutet es mir viel.

16:00 Uhr – Speicherzuweisung und schwarzer Humor
Der Nachmittag war… nun ja, typisch. Markus, Nina und ich haben am Prototyp unserer Datenbank gearbeitet. Natürlich lief alles reibungslos, bis wir die Speicherzuweisung getestet haben. Ich habe laut geflucht, was die beiden zum Lachen brachte. Es ist fast schon ein Running Gag im Team: Wenn etwas schiefgeht, ist es die Speicherzuweisung.

19:00 Uhr – Ein ruhiger Abschluss
Nach Feierabend bin ich in mein Lieblingscafé gegangen. Ein Stück Schokoladentorte, mein neues Buch von Jules Verne, und ich – das war alles, was ich wollte. Es war die perfekte Art, meinen Tag zu beenden. Keine großen Feiern, keine lauten Partys. Nur ein bisschen Ruhe.

22:00 Uhr – Fazit
33. Ein schönes Alter, denke ich. Nicht mehr ganz jung, aber auch nicht alt. Irgendwie fühlt es sich an, als hätte ich gerade erst angefangen, wirklich zu verstehen, was ich mit meinem Leben machen möchte. Und die Antwort lautet: Mathematik.
Manchmal frage ich mich, ob ich je etwas anderes hätte sein können. Aber heute denke ich, dass ich genau dort bin, wo ich sein sollte.

Gute Nacht, Tagebuch.

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