Wahnsinn auf vier Rädern

Ich sitze hier im Auto, irgendwo in Berlin, direkt vor der Altbauwohnung, die mir immer noch wie ein Gespenst erscheint. Alex’ Wohnung. Oder besser gesagt, Alex’ und Max’ temporäres Zuhause. Ich weiß, dass Max gerade nicht da ist – ich habe ihn vor einer Stunde am Telefon erwischt. Aber selbst ohne ihn hier drin zu wissen, krampft sich in mir alles zusammen.

Warum mache ich das überhaupt? Warum setze ich mich über jede verdammte Regel dieser Pandemie hinweg, fahre quer durch Deutschland in der Hochphase der zweiten Welle, nur um eine Idee vorzustellen? Weil ich muss. BIIL muss entstehen.

Ich könnte Max einfach per Video anrufen, alles zeigen, alles erklären. Aber das ist es nicht. Es muss persönlich sein. BIIL ist zu wichtig, um es über eine lausige Teams-Session zu besprechen. Max muss spüren, was das für mich bedeutet. Er muss sehen, wie weit ich dafür gehe.

Und ja, ich weiß, dass Alex da ist. Dass ich sie sehen könnte – oder müsste. Es ist nicht so, dass ich das ignoriert hätte. Aber ich habe keine Wahl. Max ist die eine Person, die ich jetzt brauche, um BIIL eine Chance zu geben. Und wenn ich dafür durch diese Tür gehen muss, dann ist es das wert.


Warum BIIL?

Diese Idee lässt mich seit Wochen nicht los. Es ist nicht nur ein neues Projekt oder eine technische Spielerei. Es ist die nächste Stufe dessen, was ich damals in meiner Masterarbeit angestoßen habe. Eine Schnittstelle, die grenzenlos lernen kann. Die nicht auf vorgefertigte Datenquellen angewiesen ist. Eine Intelligenz, die in der Welt lebt, mit ihr interagiert, sie versteht.

Warum gebe ich die Idee nicht einfach an meinen Arbeitgeber weiter? Weil BIIL nicht nur ein Produkt ist. Es ist ein Teil von mir. Und ich weiß, dass sie es zu Tode kommerzialisieren würden. Es wäre nicht mehr BIIL, es wäre irgendein gesichtsloses Tool für den nächsten großen Unternehmenshype.

Das kann ich nicht zulassen. BIIL ist meins. Und deshalb sitze ich hier, in einem alten VW Golf, mit dem Motor aus und dem Kopf voller Zweifel.


Randnotiz:

Ich habe Alex seit Jahren nicht gesehen. Vier, um genau zu sein. Das letzte Mal war kurz nach Silvester 2016. Wir haben uns nie wieder ausgesprochen. Nie wirklich darüber geredet, warum es auseinandergegangen ist. Warum ich nicht gereicht habe. Vielleicht finde ich heute eine Antwort. Vielleicht auch nicht.

Aber jetzt gehe ich da rein.

Schnittstellen, Klopapier und Nostalgie

Ich hab seit über 4 Jahren nichts mehr hier reingeschrieben. Ehrlich gesagt, das war ja immer nur mein Uni-Blog. Ein Ort für Gedanken und Ideen während des Studiums. Und jetzt, 2020, sitze ich hier und lese meine alten Einträge – besonders den über meine Masterarbeit. Warum bin ich da nicht drangeblieben?

Wo hab ich diese Masterarbeit eigentlich hin getan? Irgendwo muss sie ja noch rumliegen… Egal, zurück zu meinem Eintrag. Ich weiß nicht, ob das hier überhaupt jemand lesen wird. Vielleicht stelle ich das alles auf privat. Aber nee, so nicht. Das muss raus.


Corona und Klopapier

Also. Ich habe einen Kollaps. Seit 4 Monaten sitze ich in meiner Wohnung hier in Frankfurt am Main und arbeite im Homeoffice. Die Deutschen haben tatsächlich alles Klopapier weggekauft. Ich hab jetzt welches bei Amazon bestellt. Amazon. Klopapier. Was ist aus uns geworden? Dieser Virus macht mich fertig, und ehrlich gesagt: Frankfurt ist nicht meine Stadt.

Vor zwei Jahren bin ich hierhergezogen – neuer Job, neuer Lebensabschnitt. Und ja, die Arbeit ist immer noch cool. Wir haben endlich angefangen, etwas mit LSTM zu machen. Es ist faszinierend, wie viel Potenzial da drin steckt. Unser neuester Erfolg ist ein interner Chatbot für die Mitarbeiter. Ziel: weniger Arbeit für die IT-Abteilung. Aber mal ehrlich, das ist doch keine dauerhafte Schnittstelle.

Vielleicht denke ich deshalb so oft an meine Masterarbeit. Das war vor fünf Jahren. Ein anderes Leben. Damals dachte ich, ich könnte die Zukunft der Mensch-Maschine-Interaktion verändern. Und jetzt? Chatbots für die interne IT.


Alex, Max und ein bisschen Nostalgie

Dieses Jahr hätte Alex auf der FBM (Frankfurter Buchmesse) gearbeitet. Sie hatte tolle Pläne, aber alles fiel flach wegen des Lockdowns. Das hat sie echt frustriert. Ich sollte sie mal anrufen.

Und Max… das letzte Mal haben wir vor über einem Jahr telefoniert. Er war irgendwo in Asien, wie immer unterwegs. Ich rufe ihn heute Abend an. Vielleicht hilft das gegen diese Nostalgie, die mich gerade überrollt. Max und ich, wir waren früher so oft im Austausch. Jetzt fühlt es sich an, als wären wir Welten voneinander entfernt.


Ein bisschen Klarheit, ein bisschen Wahnsinn

Ich bin so nostalgisch, ich spiele gleich wieder World of Warcraft. Was für ein Rückfall. Und doch fühlt sich das gerade richtig an. Ein bisschen Flucht in die Vergangenheit, wo die Welt simpler war.

Und trotzdem… Schnittstellen. Der Gedanke lässt mich nicht los. Warum chatten wir mit einer KI, wenn wir Menschen sind? Maschinen sind keine Menschen. Kann ich einer KI Smilies beibringen? 🙂 Und wenn ja, wie soll sie sie verstehen?

Ach ja, noch was: Meine Schwester ist schwanger. Das sollte ich erzählen. Wem eigentlich? Mir selbst? Gott, dieser Post ist sowas von dermaßen privat. Das soll keiner lesen.


Gute Nacht, Alen. Danke, Alen.

Zerbrochenes Feuerwerk

Ich habe lange überlegt, ob ich das hier überhaupt schreiben soll. Es fühlt sich an, als würde ich mich selbst bloßstellen, aber ich weiß, dass ich das irgendwo loswerden muss. Vielleicht lese ich das irgendwann wieder und verstehe, warum es so gekommen ist. Vielleicht auch nicht.

Alex und ich haben uns getrennt. Kurz nach Silvester.


Alles war zu viel

Alex kam im Dezember runter, um bei der Hochzeit meiner Schwester dabei zu sein. Es war schön, sie wiederzusehen. Sie war ein Teil meines Lebens geworden, ein fester Anker in einem Jahr voller Veränderungen. Aber irgendwas fühlte sich… anders an.

Nach der Hochzeit dachte ich, wir hätten die Feiertage zusammen. Ich hätte nicht einmal mit meinen Eltern gefeiert, wenn sie lieber nach Berlin zurückwollte. Ich bot ihr an, mit ihr zu den Fairchilds zu fahren. Ich wollte nur bei ihr sein. Aber sie wollte allein nach Hause.

Max hatte sich auch noch kurzfristig abgemeldet, irgendwas Geschäftliches, wie immer. Plötzlich fühlte sich alles, was ich mir für die Feiertage vorgestellt hatte, leer an. Und dann… dann kamen die Feiertage. Sie vergingen, und Alex war schon wieder in Berlin.


Silvester

Wir haben Silvester getrennt gefeiert. Ich in Zürich, sie in Berlin. Schon das war seltsam. Wir haben telefoniert, aber es war nicht dasselbe. Und dann, ein paar Tage später, kam die Nachricht. „Alen, ich kann das nicht mehr. Es ist zu viel.“

Zu viel.

Ich wusste nicht, was ich darauf sagen sollte. Ich wollte ihr Raum geben, wollte sie nicht bedrängen. Aber insgeheim hatte ich gehofft, dass sie es nur so sagte, dass wir das zusammen durchstehen könnten. Aber sie war sich sicher. Sie hatte entschieden, dass es besser wäre, wenn wir getrennte Wege gehen.


Die Leere danach

Seitdem fühlt es sich an, als würde etwas fehlen. Die Arbeit lenkt mich ab, und es gibt Momente, in denen ich nicht daran denke. Aber wenn ich abends nach Hause komme, allein, dann trifft es mich.

Vielleicht habe ich es falsch gemacht. Vielleicht hätte ich sie nicht drängen dürfen, an den Feiertagen hier zu bleiben. Vielleicht hätte ich mehr Verständnis zeigen müssen, als sie meinte, dass ihr das alles zu viel wurde. Vielleicht hätte ich…

Ich weiß es nicht.

Max hat seit Wochen nichts von sich hören lassen, und ehrlich gesagt habe ich auch keine Lust, ihm das zu erzählen. Was soll ich sagen? Dass ich gescheitert bin? Dass ich dachte, ich hätte alles unter Kontrolle, aber in Wirklichkeit hatte ich gar nichts?

Erfolg schmeckt nach kaltem Kaffee

Man sagt, das erste Mal vergisst man nie. Ich glaube, das gilt auch für Bücher. Es ist jetzt ein paar Monate her, seit „Effizienz von Sortieralgorithmen“ veröffentlicht wurde, und ganz ehrlich? Es fühlt sich immer noch surreal an.

Natürlich war es kein Bestseller. Es gibt wohl keine Warteschlangen für ein Buch über Sortieralgorithmen. Aber innerhalb meines kleinen akademischen Kosmos hat es irgendwie Wellen geschlagen. Professoren haben mir gratuliert, Kommilitonen nennen mich „den Buchautor“ – manche sogar, ohne einen Hauch von Sarkasmus.

Ich dachte, dieser Moment würde mich verändern. Dass ich mich irgendwie… größer fühlen würde. Aber stattdessen sitze ich jetzt in der Uni-Bibliothek, umgeben von kaltem Kaffee und Papieren, die ich immer wieder umsortiere (ironisch, oder?), und frage mich, was ich als Nächstes tun soll.


Der Hype – und was danach kam

Als ich das Buch schrieb, war es einfach nur ein Nebenprojekt. Ein „Was wäre wenn“, das aus einem langweiligen Nachmittag in der Informatik-Bibliothek entstand. Und dann wurde es plötzlich ernst. Deadlines, Feedback, mehr Deadlines. Als ich die letzte Seite schrieb, dachte ich: „Das war’s. Ich habe etwas geschaffen.“

Aber jetzt, da es draußen ist, frage ich mich: War das genug?

Ich meine, Sortieralgorithmen? Sie sind nützlich, keine Frage. Aber war das wirklich alles, was ich zu bieten hatte?

Vielleicht liegt es daran, dass ich in einer Uni voller Genies studiere. Es ist schwer, sich selbst ernst zu nehmen, wenn der Typ neben dir gerade eine Simulation für neuronale Netzwerke schreibt – als Nebenprojekt.


Die Realität hinter den Erwartungen

Was niemand dir über Erfolg erzählt, ist, dass er nicht automatisch bedeutet, dass du dich erfolgreich fühlst. Ich dachte, die Veröffentlichung würde mir eine Art Orientierung geben. Stattdessen habe ich mehr Fragen als vorher.

Zum Beispiel:

  • Was kommt als Nächstes?
  • Bin ich wirklich so klug, wie die Leute denken?
  • Warum fühlt es sich immer noch so an, als hätte ich keine Ahnung, was ich tue?

Das Studium und die kleinen Siege

Trotzdem gibt es Momente, in denen ich stolz bin. Zum Beispiel, wenn ich in einer Vorlesung sitze und der Professor genau den Algorithmus erklärt, den ich in meinem Buch analysiert habe. Oder wenn ein Kommilitone mich fragt: „Hey, das in deinem Buch – kannst du mir das erklären?“

Natürlich gibt es auch die anderen Momente: wie den, als ich auf einer Party beiläufig erwähnte, dass ich ein Buch geschrieben habe, und jemand antwortete: „Oh, also bist du einer von den Nerds?“

Ja, das bin ich wohl.


Wohin die Reise geht

Ich habe keine Ahnung, was das alles bedeutet. Vielleicht war das Buch nur ein kleiner Meilenstein, vielleicht ist es der Anfang von etwas Größerem. Ich weiß nur, dass ich weitermachen muss.

Der nächste Schritt? Ich denke über Mensch-Maschine-Schnittstellen nach. Wie wir mit Technik kommunizieren, wie sie uns ergänzt – und wie viel wir davon wirklich verstehen.

Aber das ist Zukunftsmusik. Heute geht es nur darum, diesen kalten Kaffee zu trinken und den nächsten Vortrag vorzubereiten.


Manchmal frage ich mich, ob ich jemals das Gefühl haben werde, „fertig“ zu sein. Aber vielleicht ist das der Punkt: Man ist nie fertig.


Alen

Die unerwartete Wende im Fall Hiroshi Nakamura

In den letzten Wochen ist viel passiert, und eines der Themen, die mich am meisten beschäftigen, ist die Geschichte um Hiroshi Nakamura. Ich fühle mich irgendwie verantwortlich, vielleicht weil ich ein Teil dieser ganzen Situation war, ohne es wirklich zu wollen.

Hiroshi geriet in eine unglückliche und missverstandene Situation, die durch eine Unterhaltung zwischen Max und seinem Vater Charles eskalierte. Max wollte eigentlich nur seinem Vater von Hiroshis Unbehagen erzählen, das er empfand, weil ihm jemand zu nahe kam. Charles hat das jedoch völlig falsch verstanden und seine Kontakte genutzt, um Hiroshi „zu helfen“.

Das Ergebnis war, dass Hiroshi ein unwiderstehliches Jobangebot in Japan erhielt. Es war so arrangiert, dass es für Hiroshi fast unmöglich war, es abzulehnen. Es war ein klassischer Fall von gut gemeinter, aber völlig übertriebener Reaktion von Charles, der wohl wieder einmal seine Macht und Einfluss demonstrierte.

Als Max über Weihnachten die Wahrheit über diese ganze Angelegenheit erfuhr, war er verständlicherweise außer sich. Es führte zu einem riesigen Streit mit seinem Vater und zeigte einmal mehr, wie Charles oft die Dinge in die Hand nimmt, ohne die möglichen Folgen zu bedenken. Infolgedessen packte Max seine Sachen und kam zu mir, bevor wir gemeinsam seine Schwester Alex besuchten.

Was Hiroshi betrifft, so ist er jetzt in Japan und scheint von außen betrachtet eine gute Zeit zu haben. Aber es gibt Hinweise darauf, dass sein Job nicht ganz das ist, was er zu sein scheint. Ich frage mich, ob und wann die Wahrheit ans Licht kommt und welche Auswirkungen das auf Hiroshi und uns alle haben wird.

Diese ganze Situation hat mir gezeigt, wie komplex und manchmal verwirrend menschliche Beziehungen sein können. Es hat mich auch daran erinnert, wie wichtig es ist, offen und ehrlich miteinander zu kommunizieren.


Nachdenkliche Tage und zukünftige Wege

In den letzten Tagen habe ich viel Zeit damit verbracht, über die Ereignisse und Herausforderungen der letzten Wochen nachzudenken. Es ist einiges passiert, und ich spüre, dass einige wichtige Entscheidungen anstehen.

Zuerst zu Hiroshi – diese Angelegenheit ist noch immer offen und ich fühle mich teilweise verantwortlich. Es war eine komplizierte Situation, und ich wünschte, ich hätte mehr tun können, um zu helfen. Es ist schwer zu akzeptieren, aber manchmal können wir nicht alle Probleme unserer Freunde lösen.

Dann ist da die Sache mit Max und seinem Vater. Max und ich haben darüber gesprochen, dass er seine Eltern bald besuchen sollte, um einige Dinge zu klären. Ich fühle mich ein bisschen verantwortlich dafür, ihn dabei zu unterstützen. Familienangelegenheiten können kompliziert sein, aber ich glaube, es ist wichtig, dass er sich dieser Herausforderung stellt.

Was Alex betrifft, so bin ich unglaublich dankbar für ihre Freundschaft. Sie ist eine großartige Unterstützerin und Freundin, und unsere Beziehung ist etwas ganz Besonderes. Es ist eine tiefe und ehrliche Freundschaft, die auf gegenseitigem Respekt und Verständnis basiert. Ihre Perspektiven und Ratschläge sind für mich ungemein wertvoll.

Inmitten all dieser Gedanken und Reflexionen merke ich, wie wichtig es ist, unterstützende Menschen um sich zu haben. Ob es darum geht, schwierige Entscheidungen zu treffen, Herausforderungen zu meistern oder einfach nur einen guten Rat zu bekommen – Freunde wie Max und Alex machen das Leben so viel reicher.

Jetzt, da die Prüfungen vorbei sind, ist es Zeit, nach vorne zu schauen. Es gibt viel zu tun, und ich bin gespannt, welche Wege sich vor mir öffnen werden.

Neujahrsmorgen – Gedanken an mich selbst

Hier sitze ich am ersten Morgen des neuen Jahres, alleine mit meinen Gedanken, und reflektiere die letzte Nacht, die Party bei Alex und die Wirbelwinde der Gefühle, die sie in mir ausgelöst hat.

Alex, oder wie sie in ihrer Online-Welt bekannt ist, PixelFairy, hat eine beeindruckende Feier organisiert. Eine Nacht, in der ich gelacht, nachgedacht und Momente erlebt habe, die tief in mir nachhallen. Es gab einen Augenblick, fast magisch, kurz vor Mitternacht, wo ich fühlte, dass zwischen uns vielleicht mehr sein könnte. Aber als die Uhren zwölf schlugen und das neue Jahr begrüßten, wurde mir etwas wichtiges klar: Was Alex und ich haben, ist etwas Besonderes, etwas Seltenes – eine Freundschaft, die ich nicht gefährden möchte. Es ist eine tiefe Verbindung, die auf Respekt, Verständnis und geteilten Interessen beruht.

Und dann ist da Max. Ihn so entspannt und fröhlich zu sehen, war eine Erleichterung. Nach allem, was er durchgemacht hat, hat er diese Auszeit verdient. Ich hoffe, er findet seinen Weg in diesem Jahr.

Dieses Jahr… was wird es bringen? Ich spüre eine neue Entschlossenheit in mir. Die Gespräche, die Erlebnisse der letzten Tage, sie haben mich in meinem Bestreben, in meiner Forschung weiterzumachen und zu wachsen, bestärkt. Ich will einen Unterschied machen, Alen. Ich will etwas bewirken.

2012, was auch immer du bereithältst, ich bin bereit. Herausforderungen, Chancen – ich werde sie ergreifen. Es ist Zeit, mein Bestes zu geben, mich weiterzuentwickeln und zu sehen, wohin dieser Weg mich führt.

Reflexionen in Berlin

Es ist fast Mitternacht, und während ich hier in Alex‘ Wohnung sitze, umgeben von der Energie dieser pulsierenden Stadt, kann ich nicht anders, als über die vergangenen Tage nachzudenken. Berlin hat eine ganz besondere Atmosphäre, und mein Aufenthalt hier hat mich auf vielerlei Weise beeinflusst.

Zunächst zum Stream mit Alex – PixelFairy. Das Gespräch über KI und meine Forschung war aufschlussreich, nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für mich. Es hat mir geholfen, meine Gedanken zu ordnen und meine Pläne für die Zukunft zu festigen. Ich bin mehr denn je davon überzeugt, dass meine Arbeit in der Informatik etwas bewirken kann – etwas Gutes.

Meine Hausarbeit nimmt weiterhin einen Großteil meiner Zeit in Anspruch. Ich habe das Gefühl, dass ich in eine neue Tiefe des Verständnisses vorgedrungen bin, aber es ist auch eine Herausforderung. Die Nächte sind lang, und der Kaffee ist mein ständiger Begleiter.

Was Max angeht, so mache ich mir immer noch Sorgen um ihn. Unsere Fahrt nach Berlin war angenehm und eine gute Gelegenheit, uns näherzukommen und unsere Gedanken auszutauschen. Ich hoffe, er findet seinen Weg und kann die Probleme mit seiner Familie bewältigen.

Und dann ist da Alex – sie ist eine bemerkenswerte Frau. Ihre Lebendigkeit, ihr Einfallsreichtum und ihr Verständnis für Technologie haben mich tief beeindruckt. Wir verstehen uns erstaunlich gut, und ich freue mich auf die bevorstehende Silvesterparty. Wer weiß, vielleicht bringt das neue Jahr nicht nur berufliche Veränderungen, sondern auch persönliche.

Jetzt, wo das Jahr sich dem Ende zuneigt, fühle ich mich gleichzeitig erschöpft und inspiriert. 2011 war ein Jahr voller Herausforderungen, aber auch voller Möglichkeiten. Ich bin gespannt, was 2012 bringen wird. Aber eines ist sicher: Ich bin bereit, es mit offenen Armen zu empfangen.

Unerwarteter Weihnachtsbesuch

Ich hätte nie gedacht, dass ich diesen Weihnachtstag so enden würde, aber hier sitze ich, spät in der Nacht, im Gästezimmer meiner Eltern und tippe diese Zeilen. Max steht vor der Tür. Ja, Max. An Weihnachten. Ohne Vorwarnung, ohne Einladung, einfach da.

Nach einem überraschend harmonischen Essen, als die Stille der Nacht über das Haus meiner Eltern fiel, nahmen Max und ich uns die Zeit, um endlich zu reden. Er sah müde aus, aber es war ein ernstes Feuer in seinen Augen. Die ganze Sache mit Hiroshi hat ihn mehr mitgenommen, als ich es mir hätte vorstellen können. Max erzählte mir, dass er eigentlich wollte, dass sein Vater Hiroshi nur einen kleinen Schubs in die richtige Richtung gibt – weg von mir, damit die Spannungen nachlassen. Aber sein Vater hat das Ganze missverstanden, dachte, Hiroshi würde seinen Sohn bedrängen, und hat die Sache in seine Hände genommen. Ein Jobangebot in Japan, verbunden mit einem Stipendium – aber nur, wenn er sofort aufbricht.

Max‘ Gesicht verfinsterte sich, als er von dem Streit sprach, der an Heiligabend bei ihnen zu Hause ausgebrochen war, als er versucht hat, die Dinge klarzustellen. Es ist eskaliert. Dinge wurden gesagt und getan, die man nicht mehr zurücknehmen kann. Ich konnte den Schmerz in seiner Stimme hören, als er davon sprach, wie die Wände seines perfekten Zuhause eingerissen wurden.

Und jetzt ist er hier. Weil er mir das persönlich erklären wollte, bevor er zu seiner Schwester nach Berlin fährt. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Einerseits bin ich froh, dass er hier ist und wir alles geklärt haben. Andererseits mache ich mir Sorgen. Was wird aus Hiroshi? Was wird aus Max und seiner Familie?

Max bleibt bis morgen, dann fahren wir gemeinsam nach Berlin. Und irgendwie… irgendwie überlege ich, ob ich nicht versuchen sollte, mit seinem Vater zu reden. Vielleicht kann ich irgendwie helfen, oder zumindest verstehen, warum die Dinge so gelaufen sind, wie sie gelaufen sind.

Für heute Nacht ist aber erstmal Schluss. Ich bin erschöpft, aber irgendwie auch dankbar für diesen seltsamen, unerwarteten Weihnachtstag.

Stress pur – Hinter den Kulissen

Mann, was für ein Tag. Zwischen der Hausarbeit, der Uni und der Hektik der Feiertage, war das heute eine Achterbahn. Aber ehrlich gesagt, kreisen meine Gedanken hauptsächlich um Max und Hiroshi.

Ich hatte vor, Max am 22. noch einmal zu treffen, aber nach dem heftigen Kater morgens, habe ich das nicht mehr geschafft. Jetzt ist er schon weg und irgendwie … nicht erreichbar? Ich meine, das ist schon seltsam. Das Letzte, was ich von ihm hörte, war diese seltsame Nachricht: „Der Japaner ist kein Problem mehr.“ Was zur Hölle bedeutet das? Ich hoffe, er hat nichts Dummes gemacht. Hiroshi ist plötzlich weg, und ich kann mir nicht helfen, aber ich mache mir Sorgen, dass diese beiden Ereignisse irgendwie miteinander verbunden sind.

Max ist ein guter Kerl, aber manchmal kann er impulsiv sein. Und ich hoffe wirklich, er hat sich nicht in Schwierigkeiten gebracht. Ich hätte niemals gedacht, dass meine Forschungsarbeit solche Wellen schlagen könnte. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn ich einfach unauffällig geblieben wäre. Jetzt fühle ich mich, als hätte ich eine Art Schneeballeffekt ausgelöst, der immer größer wird.

Außerdem ärgere ich mich darüber, dass ich jetzt über die Weihnachtspause so viele Anmerkungen und zusätzliche Bücher bearbeiten muss. Ich hätte nie gedacht, dass meine Forschung so tief gehen könnte. Aber hey, zumindest hat das mein Interesse geweckt, auch wenn es jetzt so aussieht, als ob es meine Weihnachtsferien übernehmen wird.

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