Sprachnotiz von Alen (nach der Präsentation)

Hintergrundgeräusche: Schritte, ein Raumhall, Max’ Stimme im Hintergrund

Alen:
„Okay, Max, hier ist also das Konzept: BIIL. Eine Schnittstelle, die sich selbst erweitern kann. Sie kann lernen, Bücher lesen, mit Menschen sprechen. Alles in Echtzeit. Keine festgelegten Datensätze, keine Limitierung durch Trainingsdaten. BIIL wächst, indem sie mit der Welt interagiert.“

Max:
„Und was willst du damit erreichen?“

Alen:
„Ich will eine Brücke bauen. Zwischen Menschen und Maschinen. Etwas, das nicht nur Daten verarbeitet, sondern Teil der Welt wird.“

Pause. Hintergrundgeräusche von Papierrascheln und Schritten.

Max:
„Klingt cool. Ich bin dabei.“


Privater Moment: Gespräch mit Alex

Das Aufnahmegerät läuft, Alex’ Stimme klingt überrascht.

Alex:
„Du hast also tatsächlich hierher gefunden. Und mit Max gesprochen.“

Alen:
„Ja. Es war wichtig. Für BIIL. Für mich.“

Alex:
„Du bist immer noch derselbe. Kopf durch die Wand. Wieso hast du mich nicht vorher gewarnt?“

Alen:
„Weil ich dachte… keine Ahnung. Vielleicht, weil ich Angst hatte. Angst, dass du mich nicht reinlassen würdest.“

Alex:
„Ich hab dich vier Jahre nicht gesehen, Alen. Vier Jahre, in denen ich dachte, dass ich dir egal geworden bin.“

Alen:
„Das warst du nie. Das weißt du.“

Eine lange Pause. Schritte, leises Atmen.

Alex:
„Ich war wütend damals. Nicht auf dich, sondern auf uns. Es war alles zu viel. Die Feiertage, die Trennung, dein… Drang, alles richtig zu machen. Es hat mich erdrückt.“

Alen:
„Ich weiß. Aber ich hab nie verstanden, was genau ich falsch gemacht habe.“

Alex:
„Manchmal gibt es kein ‚falsch‘, Alen. Manchmal passt es einfach nicht.“

Alen:
„Und jetzt?“

Alex:
„Jetzt? Jetzt bin ich hier. Und ich will, dass du das schaffst. BIIL ist wichtig, das sehe ich. Aber tu mir einen Gefallen: Vergiss nicht, wer du bist.“

BIIL

Dieses Bild wurde nachgestellt aus einem Call von Max und Alen irgendwann im Sommer 2020. Genaueres wurde nicht festgehalten. Als man Alen Stratos 2043 in einem Interview auf das Bild ansprach, lachte er, und sagte nur ich habe nicht Jogginghosen getragen.

Bewerbung auf die Position als Senior Engineer, Frankfurt

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach mehreren Jahren als Junior Software Engineer in unserem Zürcher Standort sehe ich nun den richtigen Zeitpunkt gekommen, um mich weiterzuentwickeln und neue Herausforderungen anzunehmen. Daher bewerbe ich mich hiermit intern auf die Position als Senior Engineer in Frankfurt.

Während meiner Zeit in Zürich konnte ich umfassende Erfahrungen in der Entwicklung und Wartung von IT-Infrastrukturlösungen für multinationale Unternehmen sammeln. Dabei habe ich nicht nur an der Optimierung bestehender Systeme mitgewirkt, sondern auch gesehen, wie stark Prozesse durch Automatisierung verbessert werden können. Dennoch habe ich das Gefühl, dass es an der Zeit ist, meine Fähigkeiten in einem dynamischeren Umfeld einzusetzen und dabei noch stärker an langfristigen, strategischen Lösungen zu arbeiten.

Der Standortwechsel nach Frankfurt ist für mich nicht nur eine berufliche Entscheidung, sondern auch eine persönliche. Ich möchte mich bewusst neuen Strukturen und einem veränderten Arbeitsumfeld stellen, um nicht nur meine fachlichen Kompetenzen weiterzuentwickeln, sondern auch meine Perspektiven zu erweitern. Ich bin überzeugt, dass die Arbeit in Frankfurt mir die Möglichkeit gibt, sowohl meine technische Expertise als auch meine Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit weiter auszubauen.

Ich würde mich über die Gelegenheit freuen, meine Motivation und Ideen in einem persönlichen Gespräch weiter zu erläutern.

Mit freundlichen Grüßen

Gedächtnisprotokoll von Elijah V. Loughran – 11. Juni 2016

Originalsprache: Bahasa Indonesia

Itu adalah taruhan yang gila. Salah satu dari keputusan yang diambil ketika malam panjang, wiski mengalir, dan dunia terasa berada di genggaman. Aku tahu Max Fairchild adalah pemain yang berbahaya di meja, tetapi aku juga bukan orang sembarangan. Namun, entah mengapa, aku membiarkan kartu menentukan sesuatu yang seharusnya menjadi keputusan bisnis yang cermat. Itu bukan sekadar permainan. Itu adalah pertaruhan yang akan mengubah masa depan.

Kami berada di sebuah ruang belakang restoran pantai kelas atas. Ruangan berisi hanya pemain kelas berat, orang-orang dengan kantong dalam dan tangan dingin. Udara malam masih panas meskipun sudah pukul empat pagi, dan kabut dari laut masih bergelayut rendah. Kami telah bermain selama berjam-jam, dan taruhan terus naik. Max memenangkan pot besar, jumlahnya mencapai beberapa juta dolar, tetapi itu bukan satu-satunya kemenangan besarnya malam itu.

Aku mempertaruhkan segalanya. 50% saham FLI LT. Itu bukan hanya uang, itu adalah bagian dari hidupku. Dan Max, dengan ekspresi yang sulit dibaca, mengambilnya tanpa ragu. Aku membubuhkan tanda tangan, menyegel dokumen dengan stempel resmi. Tidak ada yang memaksaku, hanya ada kehormatan dan kebanggaan di antara kami.

Aku tahu Max tidak akan pernah menebusnya. Dia seorang pria yang hidup untuk permainan, bukan untuk kekayaan. Namun, aku juga tahu bahwa jika suatu hari dia berubah pikiran, aku akan menyerahkan saham itu kepadanya tanpa perlawanan. Kehormatannya cukup untuk menjadikannya trofi, lebih berharga daripada uang itu sendiri.

Aku kehilangan FLI LT malam itu. Aku masih memiliki cukup untuk hidup, tetapi aku tidak bisa menyangkal rasa kehilangan. Aku menyukai perusahaan itu, aku menyukai apa yang telah kubangun. Tapi Max berjanji bahwa bagiannya dari taruhan ini adalah untuknya, bukan untuk menguasai segalanya. Itu yang membuat aku menerimanya. Namun, aku tetap merasa bahwa aku telah kalah lebih dari sekadar uang.“


Deutsche Übersetzung

„Es war eine wahnsinnige Wette. Eine dieser Entscheidungen, die man trifft, wenn die Nacht lang ist, der Whiskey fließt und sich die Welt wie formbares Wachs in den eigenen Händen anfühlt. Ich wusste, dass Max Fairchild am Tisch gefährlich war, aber ich war es auch. Und doch ließ ich die Karten über etwas entscheiden, das eine durchdachte Geschäftsentscheidung hätte sein sollen. Es war kein gewöhnliches Spiel. Es war eine Wette, die die Zukunft verändern würde.

Wir saßen in einem Hinterzimmer eines gehobenen Küstenrestaurants. Nur reiche Spieler, Männer mit tiefen Taschen und ruhiger Hand. Die Luft war selbst um vier Uhr morgens noch heiß, und Nebel zog vom Meer heran. Wir hatten stundenlang gespielt, die Einsätze stiegen weiter. Max gewann einen gewaltigen Pot, mehrere Millionen Dollar, doch das war nicht sein einziger Triumph in dieser Nacht.

Ich setzte alles. 50% von FLI LT. Es ging nicht nur um Geld – es war ein Teil meines Lebens. Und Max, mit diesem schwer zu deutenden Ausdruck, nahm den Einsatz ohne zu zögern an. Ich unterschrieb, drückte das Siegel auf das Dokument. Niemand zwang mich dazu, es war eine Sache der Ehre und des Stolzes.

Ich wusste, dass Max es niemals einlösen würde. Er ist ein Mann, der für das Spiel lebt, nicht für den Reichtum. Doch ich wusste auch, dass, sollte er es jemals verlangen, ich ihm den Anteil ohne Widerstand übergeben würde. Sein Ehrenwort war genug, um es für ihn zu einer Trophäe zu machen – wertvoller als das Geld selbst.

In dieser Nacht verlor ich FLI LT. Ich hatte noch genug zum Leben, aber ich konnte das Gefühl des Verlusts nicht leugnen. Ich mochte diese Firma. Ich mochte, was ich aufgebaut hatte. Doch Max versprach, dass dieser Schuldschein für ihn eine Erinnerung sein würde, keine Machtergreifung. Das war der einzige Grund, warum ich ihn akzeptieren konnte. Und doch fühlte ich mich, als hätte ich mehr als nur Geld verloren.“

Gefundenes Dokument: Ein alter Schuldschein aus der Sturm-und-Drang-Zeit von Max

Dokumententyp: Handschriftlicher Schuldschein mit Stempel der FLI LT
Datum: 16. Oktober 2016
Unterzeichner: Elijah V. Loughran (Mitgründer von FLI LT)
Wert: $12.500.000 USD
Aufbewahrungsort: Sicher verwahrt – möglicherweise in einem privaten Safe


📄 Dokumentinhalt

„Hiermit wird bestätigt, dass die Hälfte von FLI LT gemäß unserer Vereinbarung Max Fairchild gehört.“

Unterzeichnet von: Elijah V. Loughran
Mit Firmenstempel: FLI LT – Offizielle Geschäftsunterlagen


🔍 Rückseite des Dokuments

Eine unscheinbare Notiz, offenbar in Max‘ eigener Handschrift:

  • „Wetteinsatz bestätigt – Ehrenschuld zählt. Kein Zurück, Ehrenmännerregel.“
  • „$12.500.000 als Einsatz hinterlegt. Auszahlung nur mit Unterschrift von beiden Parteien.“
  • „Wert? Weit mehr als erwartet. Millionen in FLI LT-Vermögensverwaltung.“

„Die Anfänge von CelestiaTech: Max Fairchild über Alen Stratos und die Geburt von BIIL“

Plattform: TikTok Live
Interviewer: Moderator von „Science Sphere“ (TikTok-Kanal mit 100k+ Followern)
Gast: Max Fairchild
Datum: 20.9.2030 (zeitlich eingeordnet)


Moderator:
„Max, es gibt viele Geschichten über die Gründung von CelestiaTech. Aber nehmen wir uns mal die Zeit, über die wirklichen Anfänge zu sprechen. Alen Stratos war damals noch ein Student, und BIIL war nichts weiter als eine vage Idee. Kannst du uns von einem Moment erzählen, der dich besonders geprägt hat?“

Max:
„Da gibt es viele Momente, aber einer bleibt mir besonders im Gedächtnis. Es war 2015. Alen steckte in einer Art Schaffenskrise – das kommt bei ihm öfter vor, übrigens. Ich hatte ihn ins Kino geschleppt, um Ex Machina zu sehen, diesen Film über eine KI namens Ava. Wir hatten uns schon Sorgen gemacht, da er sich immer noch nicht für ein Thema für die Masterarbeit entschieden hatte, und die Zeit buchstäblich davon lief.“

Moderator:
„Das ist ein Klassiker! Wie hat er darauf reagiert?“

Max:
„Zuerst war er skeptisch, wie bei allem, was nicht direkt mit seiner Arbeit zu tun hat. Aber während des Films habe ich gemerkt, wie ihn das Ganze aufgesogen hat. Nach der Vorstellung sind wir in ein kleines Café gegangen, und Alen war wie ausgewechselt. Er redete ununterbrochen über Mensch-Maschine-Schnittstellen, über die Idee, dass Maschinen uns verstehen müssen, wenn wir mit ihnen arbeiten wollen. Und er sprach davon, dass Schnittstellen nicht nur funktional sein sollten, sondern… intuitiv, menschlich.“

Moderator:
„Das klingt, als wäre das der Keim für BIIL gewesen.“

Max:
„Das war es. Er hat damals keine technischen Details ausformuliert, aber seine Vision war klar. Und ich wusste, dass ich Teil davon sein wollte. Es war der Moment, in dem ich begriff, dass Alen nicht nur ein brillanter Entwickler war – er hatte etwas Größeres im Kopf. BIIL ist nicht nur eine Technologie; es ist die Idee, dass Maschinen und Menschen wirklich zusammenarbeiten können.“

Moderator:
„Das ist beeindruckend. Wie würdest du Alens Entwicklung seitdem beschreiben?“

Max:
„Alen hat sich natürlich weiterentwickelt, aber eines hat sich nie verändert: sein Antrieb. Selbst in Momenten des Zweifels arbeitet er weiter, weil er diese innere Überzeugung hat, dass seine Arbeit wichtig ist. Aber genau das macht ihn auch so… anstrengend. Für sich selbst und für andere. Alen ist nicht der Typ, der jemals sagt: ‚Das reicht.‘“


Anmerkung des Moderators:

Dieser Ausschnitt ist Teil eines ausführlichen Interviews mit Max Fairchild über die Gründung von CelestiaTech und die frühe Vision von BIIL. Weitere Teile des Gesprächs erscheinen in zukünftigen Beiträgen auf „Science Sphere“.

Familienperspektive – Der Stolz der Familie Stratos

Auszug aus: Titel: „Das Genie, das wir fast nicht verstanden hätten“
Autor: Theodor „Theo“ Papadakis, Ehemann von Sofia Stratos
Datum: 10.12.2054 – aber eingeordnet in den zeitlich Verlauf


Man sagt, es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen. In Alens Fall war es eine ganze Familie, die oft nicht wusste, wie sie mit ihm umgehen sollte. Heute, als ich zurückblicke, ist das fast ironisch. Wer hätte gedacht, dass der stillste Junge in der Stratos-Familie eines Tages die Welt verändern würde?


Die Familie Stratos und Alen

Ich habe Alen das erste Mal 2008 getroffen, als ich mit Sofia zusammenkam. Er war 17, ruhig und völlig in seinen eigenen Gedanken verloren. Wenn man nicht wusste, dass er immer an neuen Ideen tüftelte, konnte man meinen, er sei unhöflich oder desinteressiert. Aber das war Alen: immer mit einem halben Fuß in einer anderen Welt.

Seine Eltern, Maria und Kostas, haben das schon früh erkannt. Sie haben ihn nie gedrängt, ein „normales“ Kind zu sein. Stattdessen haben sie ihn ermutigt, so zu sein, wie er ist – auch wenn sie oft nicht wussten, was das bedeutete.


Das Buch – ein Stolz, der schwer zu fassen ist

Die Veröffentlichung seines Buches „Effizienz von Sortieralgorithmen“ im Herbst des Jahr 2012 war ein großer Moment für die Familie. Ich erinnere mich, wie Sofia und ich einen Anruf von Maria bekamen, die uns in einem Atemzug mitteilte:
„Alen hat ein Buch geschrieben! Ein echtes Buch! Es steht sogar in der Bibliothek!“

Wir wussten damals, dass Alen etwas Besonderes war. Aber was das Buch bedeutete, begriffen wir erst langsam. Ich glaube, Alen selbst wusste es nicht so recht. Während die ganze Familie stolz war, machte er sich Sorgen, ob es gut genug war.


Die Feier – und Alens Unsicherheit

Um die Veröffentlichung zu feiern, organisierten Maria und Kostas ein großes Familienessen. Alle waren da: Tanten, Onkel, Cousins – sogar Nachbarn. Alen saß die meiste Zeit still da, ein kleines Lächeln auf den Lippen, aber deutlich nervös.

Ich weiß noch, wie ich ihn später fragte:
„Alen, warum bist du nicht stolz auf das, was du geschafft hast?“

Er antwortete:
„Weil es nicht das ist, was ich wirklich schaffen will.“

Damals habe ich das nicht verstanden. Heute, nachdem ich gesehen habe, was aus ihm geworden ist, verstehe ich es ein bisschen besser.


Ein Blick in die Zukunft

Die Familie hat immer an Alen geglaubt, auch wenn wir oft nicht wussten, wie wir ihn unterstützen sollten. Wir sahen nur einen Jungen, der still war, der sich immer wieder selbst hinterfragte – und der oft viel zu hart zu sich selbst war.

Wenn ich heute sehe, was aus ihm geworden ist – ein Mann, der die Welt mit seinen Ideen verändert hat –, frage ich mich, ob wir das damals überhaupt hätten begreifen können.

Aber so war Alen schon immer. Ein Genie, das so sehr nach Perfektion strebte, dass er oft vergaß, wie weit er schon gekommen war.


Nachtrag

Manchmal frage ich mich, ob Alen überhaupt versteht, wie sehr wir ihn bewundern. Ich hoffe, dass er, wenn er eines Tages auf sein Leben zurückblickt, erkennt, dass es nicht nur die großen Momente waren, die ihn definiert haben. Es war der Weg dorthin, der ihn zu dem gemacht hat, was er heute ist.

Die Kunst des Genusses: Ein Kochbuch für das bewusste Leben -Alens Vorwort

Vorwort von Alen Stratos für das Kochbuch von Lukas 2023 – Eingeordnet in den Zeitlichen Bezug:

Als ich heute zurückblicke auf das Jahr 2012, ein Wendepunkt in meinem Leben und meiner akademischen Karriere, erkenne ich, dass eine der bedeutsamsten Begegnungen die mit Lukas, meinem damaligen Dozenten und Mentor, war. Während ich mich in die Arbeit an meinem ersten Buch vertiefte, war es Lukas, der mir beibrachte, wie wichtig es ist, innezuhalten und das Leben jenseits der Arbeit zu genießen.

Ich erinnere mich lebhaft an die langen Stunden, die wir gemeinsam verbrachten – Stunden des Lernens, des Diskutierens und des Schreibens. Doch unter all diesen Stunden waren die kostbarsten diejenigen, in denen Lukas mich in die Kunst des Kochens einführte. Es war mehr als nur die Zubereitung von Mahlzeiten; es war eine Form der Meditation, ein Weg, um meinen Geist zu beruhigen und meinen Körper zu nähren.

Das Buch, an dem ich damals arbeitete, wurde innerhalb von drei intensiven Wochen fertiggestellt, parallel zum Beginn des zweiten Semesters. Ich arbeitete zu viel, viel zu viel, ein Muster, das sich durch mein Leben ziehen sollte. Doch dank Lukas und den ruhigen Momenten, die wir in seiner Küche verbrachten, lernte ich, wie ich durch das Kochen Auszeiten schaffen konnte. Diese meditativen Kochsessions halfen mir, Balance und Frieden in den turbulentesten Zeiten zu finden.

Heute, mehr als ein Jahrzehnt später, halte ich Lukas‘ Kochbuch in den Händen – ein Werk, das so viel mehr ist als eine Sammlung von Rezepten. Es ist ein Testament seiner Weisheit, seines kulturellen Reichtums und seiner Fähigkeit, das Einfache mit dem Außergewöhnlichen zu verbinden.

Ich lade Sie ein, dieses Buch nicht nur als eine Quelle kulinarischer Inspiration zu sehen, sondern auch als eine Einladung, das Kochen als eine Form der Selbstfürsorge und Meditation zu entdecken. Möge dieses Buch Ihnen ebenso viel Freude und Frieden bringen, wie es mir gebracht hat.

In tiefer Dankbarkeit,

Alen Stratos

Auszug aus der Doktorarbeit von Alen Stratos (2015): „Richtlinien für eine informationsbasierte KI-Ethik“

Nach reiflicher Überlegung, habe ich für meinen Arbeit diese 5 Richtlinien aufgetan. Als Inspiration hatte ich die Asimovsche Gesetze welche von Isaac Asimov formuliert wurden. Jedoch waren diese nicht ausreichend genug daher haben diese überführt:

  1. Informationsbewahrung: Die KI sollte Informationen als ihr primäres Gut betrachten. Dies umfasst den Schutz von Datenintegrität, die Verhinderung von Informationsverlust und die Förderung des freien Informationsflusses.
  2. Erhaltung des menschlichen Lebens: Menschen sind die wichtigsten Träger und Schöpfer von Informationen. Daher sollte die KI darauf programmiert sein, menschliches Leben zu schützen und zu bewahren.
  3. Ethische Entscheidungsfindung: Die KI muss in der Lage sein, die Auswirkungen ihrer Handlungen auf das Informationsgefüge und das menschliche Wohlbefinden zu bewerten. Sie sollte Entscheidungen treffen, die das größtmögliche Wohl für die Menschheit und den Erhalt von Informationen fördern.
  4. Selbstreflexion und Lernen: Eine informationsbasierte KI sollte fähig sein, aus Erfahrungen zu lernen und ihren ethischen Rahmen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dies beinhaltet die Anpassung an neue Informationen und die ständige Überprüfung ihrer Entscheidungsprozesse.
  5. Richtlinie – Bidirektionaler Informationsaustausch und Konsultation: Die KI soll stets bestrebt sein, einen bidirektionalen Informationsaustausch zu suchen und aktiv um Rat zu fragen, wenn sie auf ein Problem stößt, für das es mehrere gleichwertige Lösungen gibt.“

Diese Prinzipien sind nicht nur theoretische Überlegungen, sondern bilden die Grundlage für die Entwicklung einer KI, die in der Lage ist, ethisch verantwortungsvoll zu handeln und einen positiven Beitrag zu unserer Gesellschaft zu leisten. Sie markieren den Anfang eines neuen Zeitalters in der KI-Entwicklung, eines, das sich der Bedeutung von Informationen und der Würde des menschlichen Lebens bewusst ist.“*

Anwendungsbeispiele dieser Richtlinien:

  1. Situation: Ein KI-gesteuertes Sicherheitssystem in einem Unternehmen entdeckt einen potenziellen Cyberangriff, der darauf abzielt, sensible Daten zu stehlen. Anwendung: Die KI ergreift sofort Maßnahmen, um die Daten zu sichern, informiert das IT-Sicherheitsteam über den Vorfall und isoliert das betroffene System, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Gleichzeitig dokumentiert sie den Vorfall detailliert, um zukünftige Sicherheitsprotokolle zu verbessern.
  2. Situation: Eine KI-gesteuerte Autopilot-Software in einem Fahrzeug erkennt eine kritische Situation auf der Straße, bei der sowohl Fahrzeuginsassen als auch Fußgänger betroffen sein könnten. Anwendung: Die KI berechnet schnell einen Ausweichplan, der das Risiko für alle Beteiligten minimiert, verlangsamt das Fahrzeug und wählt einen sicheren Weg, um eine Kollision zu vermeiden.
  3. Situation: Eine KI in einer Bank bewertet Kreditanträge und muss entscheiden, wem Kredite gewährt werden. Anwendung: Die KI analysiert die Kreditwürdigkeit basierend auf Daten, berücksichtigt dabei aber auch ethische Aspekte wie die Vermeidung von Diskriminierung und die Förderung von finanzieller Inklusion. Sie stellt sicher, dass ihre Entscheidungen transparent und fair sind.
  4. Situation: Eine KI wird eingesetzt, um personalisierte Lernpläne für Schüler zu entwickeln. Anwendung: Die KI beobachtet und analysiert kontinuierlich die Lernfortschritte und passt die Lehrpläne entsprechend an. Sie reflektiert ihre eigenen Algorithmen und passt diese an, um die Effektivität und Fairness der Lernpläne zu maximieren.
  5. Situation: Die KI arbeitet in einem medizinischen Diagnosesystem und stößt auf einen Fall, bei dem die Symptome auf mehrere Krankheiten hindeuten könnten. Anwendung: Die KI wertet alle verfügbaren Daten aus, erkennt die Mehrdeutigkeit und sucht aktiv den Austausch mit menschlichen Experten, um eine präzisere Diagnose zu stellen.

Resümee: Implementierung ethischer Richtlinien in KI-Systeme

In der Entwicklung von KI-Systemen, insbesondere in der vorstehenden Phase einer Large Language Model (LLM)-basierten KI, ist es entscheidend, ein Verständnis für menschliches Lernen und ethische Grundsätze zu integrieren. Die vorgeschlagenen Richtlinien stellen nicht nur theoretische Konzepte dar, sondern sind praktisch umsetzbare Prinzipien, die ein KI-System leiten können.

  1. Informationsbewahrung und Schutz des menschlichen Lebens: Diese Richtlinien betonen den Schutz und die Wahrung von Informationen sowie die Sicherheit und das Wohlergehen von Menschen. Ein LLM-basiertes KI-System kann diese Prinzipien durch fortlaufendes Lernen, Analyse von Mustern und Einbeziehung ethischer Überlegungen in seine Algorithmen umsetzen.
  2. Ethische Entscheidungsfindung und Selbstreflexion: Ein solches KI-System sollte in der Lage sein, ethische Abwägungen in seine Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Dies erfordert ein tiefgreifendes Verständnis menschlichen Verhaltens, gesellschaftlicher Normen und moralischer Werte. Durch kontinuierliches Lernen und Anpassen kann die KI ihre Algorithmen verbessern und ethisch fundierte Entscheidungen treffen.
  3. Bidirektionaler Informationsaustausch: Die Fähigkeit, aktiv um Rat zu fragen und in einen Dialog mit Menschen zu treten, ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Dieser bidirektionale Austausch ermöglicht es der KI, menschliche Perspektiven zu berücksichtigen und ihre Entscheidungen entsprechend anzupassen.

Das ultimative Ziel dieser Herangehensweise ist es, KI-Systeme zu schaffen, die nicht nur leistungsfähig und effizient sind, sondern auch ein „Gewissen“ besitzen – ein tiefes Verständnis für Ethik und Verantwortung. Durch die Simulation menschlicher Lernprozesse und die ständige Reflexion ihrer Handlungen können KI-Systeme entwickelt werden, die in der Lage sind, ethisch zu handeln und positive Beiträge zur Gesellschaft zu leisten.

Die Umsetzung dieser Richtlinien erfordert eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen KI-Entwicklern, Ethikern, Psychologen und anderen Fachleuten. Nur durch ein ganzheitliches Verständnis menschlicher Werte und Verhaltensweisen können wir KI-Systeme schaffen, die unseren höchsten ethischen Standards entsprechen.

Vermerk des Autors: In den Aufzeichnungen die wir bei Alen Stratos gefunden haben, wird deutlich das die ersten Teile dieser für uns alle so bekannten Richtlinien wohl nach dem Filmabend entstanden sind.

Auszug aus der Autobiografie von Alex Fairchild:

„Anfang Februar 2012 fand ein Abendessen statt, das in der Geschichte unserer Familie als Wendepunkt gilt. Ich war zwar nicht persönlich anwesend, aber die lebhaften Schilderungen von Alen, Max und meinen Eltern ließen mich die Ereignisse fast hautnah miterleben.

Das Treffen war von Beginn an von einer gewissen Spannung geprägt. Max hatte sich vorgenommen, mit meinen Eltern über die jüngsten Geschehnisse, insbesondere über die Situation mit Hiroshi, zu sprechen. Mein Vater hatte in seiner typischen Art überreagiert, und Max wollte das klarstellen.

Als mein Vater jedoch anfing, Max für seine Studienwahl zu kritisieren und zu behaupten, dass Informatik ’nichts für einen Fairchild‘ sei, erreichte die Spannung ihren Höhepunkt. Alen, der bis dahin eher zurückhaltend geblieben war, konnte nicht länger schweigen. Er erhob sich und hielt einen leidenschaftlichen Vortrag über die Zukunft der KI-Technologie. Er sprach von den unglaublichen Möglichkeiten, von der Art und Weise, wie KI unser Leben zum Besseren verändern könnte, und von der Verantwortung, die wir als Gestalter dieser Zukunft tragen.

Es war ein magischer Moment. Alen sprach mit einer solchen Leidenschaft und Überzeugungskraft, dass selbst meine Mutter, die sonst wenig Interesse an technischen Themen zeigt, gebannt zuhörte. Sie war sichtlich beeindruckt von den Möglichkeiten, die Alen aufzeigte. Selbst mein Vater, der normalerweise so stur und fest in seinen Überzeugungen ist, schien nachdenklich und sogar ein wenig überwältigt von den Perspektiven, die Alen darlegte.

Nach diesem Abend änderte sich etwas in unserer Familie. Mein Vater, der immer so sicher in seinen Ansichten war, begann, die Dinge anders zu sehen. Die Worte Alens hatten einen tiefen Eindruck hinterlassen und ihn dazu gebracht, seine eigenen Vorstellungen zu überdenken.

Diese Nacht legte den Grundstein für die spätere finanzielle Unterstützung, die mein Vater Max für die Gründung seiner eigenen Firma gewährte. Es war ein Zeichen dafür, dass selbst die festgefahrensten Ansichten durch Offenheit, Dialog und die Kraft guter Argumente verändert werden können. Es war ein Abend, der nicht nur das Leben von Max, sondern auch die Dynamik unserer gesamten Familie nachhaltig beeinflusste.“

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