Hallo zusammen,
ich schreibe diesen Text schon vor ein paar Wochen, direkt nach der Abgabe meiner Masterarbeit. Aber ich veröffentliche ihn erst jetzt, nachdem die Ergebnisse da sind – und ja, ich habe bestanden! Warum so vorsichtig? Ganz einfach: Big Brother is watching me. Hallo Max, hallo Lukas – ihr wisst, was ich meine.
Die letzten Monate waren intensiv. Seit ich im ersten Semester mein erstes Buch veröffentlicht habe, scheint jeder große Dinge von mir zu erwarten – und ich nehme mich da selbst nicht aus. Aber jetzt, wo meine Masterarbeit fertig ist, bleibt dieses Gefühl, dass ich hinter meinen eigenen Erwartungen zurückgeblieben bin.
Versteht mich nicht falsch: Die Arbeit ist gut. Ich bin mir sicher, dass sie für den Abschluss reicht. Aber zufrieden? Nein. Das Thema, an dem ich gearbeitet habe, hat so viel mehr Tiefe, als ich in dieser Arbeit zeigen konnte. Ich habe das Gefühl, nur an der Oberfläche gekratzt zu haben.
Ich habe die letzten Wochen jeden mit meinen Zweifeln genervt – Max, Lukas, meine Eltern, sogar meinen Professor, der mir schon zum wiederholten Mal gesagt hat: „Alen, das ist gut genug. Hör auf, es zu zerdenken.“ Aber das ist einfacher gesagt als getan. KI-Schnittstellen (ja, ein faszinierendes Thema) sind so viel mehr als die paar Seiten, die ich abliefern konnte. Es gibt so viele Dimensionen – psychologische, gesellschaftliche, ethische – und ich weiß, dass ich das in Zukunft weiter erforschen möchte.
Was jetzt kommt
Jetzt, wo die Arbeit abgegeben und die Ergebnisse da sind, fühle ich mich wie in einem Schwebezustand. Aber ich habe auch etwas, worauf ich mich freuen kann: Nächste Woche fahre ich hoch nach Berlin, um Alex zu besuchen. Das ist längst überfällig. Sie hat mir schon gesagt, dass sie eine Überraschung für mich hat. Ich habe keine Ahnung, was es sein könnte, aber ich bin gespannt.
Der Sommer ist da, und ich werde den einfach mal genießen. Es tut gut, mal eine Pause einzulegen, bevor es weitergeht. Im Herbst fange ich meinen neuen Job in der IT-Infrastrukturentwicklung an. Endlich mein eigenes Geld verdienen und ein neues Kapitel beginnen – darauf freue ich mich sehr.
Ich weiß, dass diese Reise gerade erst beginnt. Diese Masterarbeit ist nicht das Ende, sondern nur ein Schritt auf einem viel längeren Weg. Und wer weiß? Vielleicht wird das, was ich in dieser Arbeit nur angedeutet habe, eines Tages zu etwas wirklich Großem.
Bis bald,
Alen