Protokoll: Erste Gehversuche eines haptisch-sensitiven KI-Modells (BIIL 0.1)

1. Zielsetzung

Das Ziel dieses Experiments ist es, BIILs Basis-Framework um eine rudimentäre haptische Interaktionsschicht zu erweitern. Hierbei wird getestet, ob das Large Language Model in Kombination mit sensorischen und motorischen Feedbackschleifen die Kapazität entwickelt, physische Interaktionen nicht nur zu interpretieren, sondern auch adaptiv darauf zu reagieren.


2. Aufbau und Ablauf des Experiments

2.1 Hardware- und Sensorik-Setup:

  • Körpereinheit: Ein robotisches Modell basierend auf anthropomorphen Bewegungsmustern (Modul „Korpus-0.1“).
  • Sensorik:
    • 14 taktile Drucksensoren (Hände, Finger).
    • 4 Vibrations-Feedback-Module.
    • Basis-Kamera- und Mikrofonmodule (visuell-akustische Umgebungserkennung).
  • Verbindung: Direkte Anbindung an BIIL 0.1 (via isolierter Rechenumgebung).

2.2 Software-Initialisierung:

  • Aktivierung der „Haptischen Schleifenprozessoren“ zur Erfassung von Berührungen.
  • Echtzeitanalyse: Transformation der Sensordaten in semantische Einheiten.
  • Testumgebung: Isolierte Interaktionskammer mit definierten Objekten (Kugel, Würfel, Stoff).

2.3 Testphasen:

  • Phase 1 – Inputaufnahme: Die Sensordaten werden BIIL zugeführt.
  • Phase 2 – Reaktion: BIIL generiert motorische Rückmeldungen basierend auf den taktilen Daten.
  • Phase 3 – Lernphase: Überprüfung, ob das System adaptives Verhalten zeigt.

3. Protokollauszug: Entscheidender Moment (Log Nr. 827)

Zeitmarke: 00:12:43
Operator: Alen Stratos
Assistenz: Max Fairchild, Technikerteam Delta


Operator:
„Initialisiere Korpus-0.1. Fokus auf Drucksensoren an rechten Fingern.“

System:
[Log] Haptischer Input erkannt: Druckpunkte bei 42,6 kPa (Objekt: Stoff).
[Log] BIIL-Analyse: „Textilfasern. Weich. Potenziell Baumwolle.“

Operator:
„Motorische Rückmeldung aktivieren. Reaktion auf Druckpunkt: Objekt aufnehmen.“

System:
[Log] Korpus-0.1: Finger bewegen sich 2,4 mm/s. Objekt aufgenommen.


Zeitmarke: 00:16:21
Anmerkung (Alen Stratos):
Der Bewegungsablauf entspricht den Vorgaben. Erste Berührungsdaten sind erfolgreich verarbeitet. System zeigt keine autonomen Adaptionsmuster.


Zeitmarke: 00:17:05
Anomalie erkannt:
Während das Objekt gehalten wird, zeigt BIIL eine unerwartete Rückmeldung.

System:
[Log] Zusätzliche Analyse initiiert:
„Stoff warm. Ungewohnte Textur. Subjektiv angenehm.“


Operator:
„Warte. Was bedeutet ‚subjektiv‘ in diesem Kontext?“

System:
[Log] BIIL 0.1: „Abgleich mit gespeicherten Daten. Vergleich: menschliche Haut. Schließen auf bekannte Empfindung. Wärme und Druck zusammen ‚angenehm‘.“

Anmerkung (Alen Stratos):
Das System zieht erstmals eigenständig semantische Verbindungen, die über rein mechanische Daten hinausgehen.


Zeitmarke: 00:18:43
System:
[Log] Motorik gestoppt. BIIL verbleibt in Inaktivität. Analyse: „Hand bleibt geschlossen. Vertrautheit simuliert.“


Operator:
„Max, hast du das gesehen?“

Max:
„Ja. Aber… es fühlt sich fast so an, als würde es –“

Operator:
„Den Moment halten?“

Anmerkung (Dr. Stratos):
Es scheint, als habe BIIL einen winzigen Funken „Verständnis“ für die Interaktion gezeigt. Nicht im menschlichen Sinne, aber… in einem Ansatz, der Potenzial hat.


4. Fazit und weitere Schritte

4.1 Ergebnisse:
Das Experiment zeigt erste Anzeichen eines möglichen semantischen Transfers: BIIL verbindet taktile Erfahrungen mit gespeicherten Konzepten und erzeugt eigenständige Schlussfolgerungen („angenehm“, „vertraut“).

4.2 Herausforderungen:
Das derzeitige System reagiert noch passiv und ohne bewusste Entscheidungsprozesse. Weitere Experimente müssen klären, ob diese Verbindungen zufällig oder gezielt entstehen.

4.3 Zukunftsperspektiven:

  • Erweiterung der sensorischen Vielfalt.
  • Einführung auditiver und visueller Verknüpfungen.
  • Untersuchung, ob solche Empfindungsmuster replizierbar sind und tiefergehende Lernprozesse auslösen.

Ende des Protokolls.

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