Manchmal sind es die unerwarteten Begegnungen, die sich ins Gedächtnis brennen. Wie diese eine Fahrt nach Berlin im Audi A3 von Max, einem Typen aus gutem Hause, und seinem Kumpel Alen Stratos – ja, genau der Alen Stratos, dessen Name heute jeder kennt.
Ich hatte das Glück, sie damals über eine Mitfahrzentrale kennenzulernen. Max war der Fahrer, ein lässiger Typ mit dem Selbstbewusstsein der Jugend und einer Gelassenheit, die man sonst nur bei älteren Seelen findet. Alen saß neben ihm, mit einem Laptop auf dem Schoß und einer Intensität im Blick, die nur jemand hat, der Großes vorhat.
Die Reise begann früh am Morgen. Max steuerte den Wagen souverän durch die aufkommenden Sonnenstrahlen, während Alen mit einer Hingabe arbeitete, die ich selten gesehen habe. Er war vollkommen in seine Forschung vertieft, tippte wie besessen und flüsterte manchmal vor sich hin – ganz in seine Welt der Algorithmen und Künstlichen Intelligenz versunken.
Es gab eine besondere Atmosphäre im Auto – eine Mischung aus Vorfreude und ernsthafter Entschlossenheit. Wir sprachen über Gott und die Welt, Musik aus den 80ern, die Zukunft der Technologie und die komplizierten Pfade des Lebens. Max, der wenig über seine eigene Familie verriet, war ein aufmerksamer Zuhörer und stellte Fragen, die tief blicken ließen.
Als wir Berlin erreichten, fühlte es sich an, als hätte ich eine kleine Ewigkeit mit diesen beiden verbracht. Sie hatten Pläne für die Stadt – Max wollte seine Schwester besuchen und Alen… ich denke, Alen wollte einfach da sein, wo das Leben pulsiert.
Ich weiß nicht, was genau sie in Berlin erlebt haben, aber ich bin sicher, dass es ihre Wege geprägt hat. Als ich sie dort absetzte, hatte ich das Gefühl, dass ich irgendwann ihre Namen wieder hören würde. Und wie sich herausstellte, lag ich damit goldrichtig.